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Mt Taranaki

Also angefangen hat der Tag heute morgen erstmal ganz früh. Der Wecker um 6:30 hätte ja alleine schon gereicht, aber dazu kam auch noch die Zeitumstellung auf Sommerzeit - also praktisch um 5:30 aufstehen... Jetzt bin ich also nichtmehr 10 Stunden vor euch, sondern sogar 11, aber das macht den Braten dann ja auch nicht mehr fett ;)

Wenigstens hat die Sonne schön geschienen und es war keine einzige Wolke am Himmel. Bei all den Lagen, die ich provisorisch angezogen habe, war mir sogar mal richtig warm. Hat aber nur für knapp ne Stunde angehlaten, als ich dann am Berg aus dem Auto bin, war es schon wieder kalt. Aber auch das nur ganz kurz, dann hieß es nehmlich samt allen Snowboard Sachen erstmal wandern. Vom Auto zum Skifield läuft man erstmal 20-30 min. Nach 10 kann man aber zumindest seine ganzen Sachen in die Transportgoldel schmeißen. Die werden dann einfach über die Schlucht rüber geliftet, während man selbst außen rum laufen muss. Ist auf jeden Fall sehr gut, um wieder aufzuheizen und das hat dann zum Glück auch bis zum Schluss angehalten, so das ich sogar eine Lage ausgezogen habe zwischendurch.

Es ist jedenfalls ziehmlich genial zu sehen, dass mitten um ein Skigebiet herrum, aller Wald und alle Wiesen komplett grün und bestens zugewuchert sind. Ich meine das kann man sich doch bei uns garnicht vorstellen, dass mitten auf der Piste aufeinmal grüne, blühende Sträucher stehen, während der original Schnee (kein Kunstschnee!) super zu fahren ist und die Temperaturen alles andere als Mediteran...

Das Skifield an sich ist echt niedlich, eigentlich besteht es aus zwei Liften, einem T-Bar unten und dann geht es nochmal höher, aber dazu später mehr... Erstmal bin ich also unten geblieben, weil die Frau am Ticketoffice meinte, ich soll lieber nochmal etwas warten bevor ich hoch gehe, damit der Schnee etwas weicher wird und ich sollte generell nur hoch gehen wenn ich 'really confident' bin.

Unten war es dann jedenfalls auch erstmal ganz gut.

Jedenfalls bin ich mir vorgekommen, als ich wäre ich in einer Schweizer Kolonie gelandet! Und da es so schön einfach war zuzuhören hab ich aufgeschnappt wie zwei über den Lift oben geredet haben und gleich mal nachgefragt, wie der denn eigentlich funktioniert, wenn man schließlich unten einen Klettergurt mieten muss, bevor man den benutzen muss... Jedenfalls hat sich dann rausgestellt, dass Hans ursprünglich aus der Ostschweiz kommt, eine Farm hier in der Nähe hat und grade mit seinem Sohn, der etwa so alt ist wie ich und einer Japanischen Wwooferin auch mal den Berg erkunden war. So gleich erstmal Nummern getauscht und wenn ich will kann ich auf jeden Fall mal vorbei kommen für ne Zeit :) So einfach geht das also :D Naja ich hab mich jedenfalls dann an die Rangehangen, weil Hans schon wusste wie der Lift funktioniert, aber Martin auch nie mit gefahren ist.

So jetzt zum Prinzip dieses Liftes, ein echt schauriges um ehrlich zu sein :x Eigentlich läuft nur ein Seil nach oben, an dem man sich hochziehen muss, dafür hat man den Klettergurt, mit dem mach sich daran festschnallt, dazu muss man aber die Klemme zugedrückt halten. Hört sich jetzt garnicht so schwer an warscheinlich, aber erste schwierikeit war das ganze Swich zu fahren, also erstmal am T-Bar auf der Falschen Seite fahren geübt, war garnicht so schlecht, als ich dann endlich begriffen hab, wie man den Bügel auf der Seite greift... Aber so richtig böse wurde es ja erst, das Seil lief nehmlich ziehmlich schnell, um sich dran Festhalten zu können ohne den ganzen Handschuh zu zerstören, gab es zu dem geliehenen Gurt noch einen dicken Überhandschuh dazu. So dann musste man also neben dem Seil stehen und die Schnalle leicht rauflegen, aber auf keinen Fall zu machen dann haut es einen so von den Socken, ich habe es probiert und glaubt mir es war nicht schön haha. Jedenfalls musst man sich dann erstmal ein Stück so mitnehmen lassen um in Schwung zu kommen und dann die Schnalle von unten rumschlingen, und zudrücken, dann konnte man sein gewicht auf den Gurt legen und sich hochziehen lassen. Zumindest so lange, wie man genug Kraft in den Fingern hat, um die Schnalle zuzudrücken.

Um die Sache zu einem Ende zu bringen, ich habe sehr lange gebraucht um das wirklich hinzukriegen und es dann letztendlich nur ein einhalb mal hoch geschafft, bevor alles zuzog und das Wetter schlecht wurde... Aber der Schnee war dafür wirklich erste Sahne! Ich meine unpräpariert, aber nicht zu Tief und dann so gut wie keiner vorher gefahren, weil der Lift ja so schei** ist und der Hang dann relativ steil.... Alles in Allem war es jedenfalls ein super Tag, der sich echt gelohnt hat!

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