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one step closer to paradise

Nachdem ich es am ersten Tag ja nur 20 min weiter geschafft habe, habe ich gestern dann die ganze Strecke gefühlt wieder aufgeholt. Um ehrlich zu sein, stand Coromanel nicht wirklich auf meiner Liste mit den Orten die ich mir unbedingt angucken möchte, ich habe absolut keine Ahnung warum. Unscheinbare kleine Halbinsel wenn man sich die Karte von Neuseeland anguckt, in Wirklichkeit aber absolut atemberaubend. Mein Weg hat mich also die Ostküste Hochgeführt und der erste etwas längere Stopp war dann in Waihi Beach. Feinster breiter, langer Sandstrand mit türkiesblauen Wellen. Da dachte ich schon, das wäre nicht zu toppen, aber Whiritoa Beach war dann doch nochmal schöner, nicht ganz so groß, dafür echt schöner. Und egal an welchen Strand du hier kommst, mindestens ein Surfer ist immer draußen :) Alleine schon auf den Straßen sieht man auf jedem zweiten Auto (95% sind Campervans) Surfbretter auf dem Dach. Es juckt mich ja auch ziemlich, aber zum alleine Surfen fehlt mir dann doch noch einiges an Übung… Nach den ganzen Stränden ging es dann jedenfalls auf zum Campingplatz an den Wenkworth Falls. Um dahin zu kommen musste ich dann doch tatsächlich meinen ersten Fluss durchqueren! Er war zwar nicht wirklich groß oder tief, aber irgendwie fühlt man sich dann doch nochmal etwas mehr wie ein Abenteurer. Nach dem Ankommen gings dann direkt los zu dem Wasserfall, schlau wie ich bin habe ich mir natürlich keine Badesachen mitgenommen, aber es waren ja nur gefühlt 35°, wer brauch da schon ne Abkühlung nach ner Stunde laufen???

Der Campingplatz war auf jeden Fall mal ein richtiger Campingplatz, heißt es gab 2 selfcontained klos, eine kalt/warm Dusche und ein paar Waschbecken, ansonsten nur Bäume, Bäume und ach ja Wind! So hatte ich wenigstens mal die Gelegenheit, meinen geschenkten Gaskocher auszuprobieren. Beim Schlafen war ich dann aber doch irgendwie ganz beruhigt, dass ich mein Auto einfach von innen Abschließen kann, so ein bisschen unheimlich war es irgendwie schon. Auf meinem Bett kann man übrigens besser schlafen als ich gedacht habe, klar es ist ein bisschen hart ohne Matratze, aber ich denke da kann ich mich dran gewöhnen, nur ein Kissen muss ich mir noch irgendwo suchen.

Heute Morgen ging es von da aus jedenfalls weiter Richtung Norden, wieder vorbei an einigen super schönen Surfstränden zum Hot Water Beach. Immer eine Stunde vor und nach low tide kann mich sich da einfach Löcher in den Sand buddeln, die sich dann mit heißem Wasser füllen. Ich war zwar zur richtigen Zeit da, aber irgendwie waren mir da zu viele Leute und da es eh total warm war, habe ich eh das kalte Meer bevorzugt, also kein Loch gebuddelt, aber bei einigen hat es ziemlich gedampft, also denke ich mal, dass da wirklich was dran ist. Von da aus ging’s dann zum Hahai Beach und zur Cathedral Cove. Dazu kann man mal wieder nicht viel sagen außer unglaublich schön! Es hat mich ein bisschen an unseren Portugalurlaub erinnert um ehrlich zu sein :p

Jetzt bin ich jedenfalls in Whitianga auf einem wieder etwas besser ausgestatteten Campingplatz und habe schon ein paar Bahnen im Pool gedreht um mich abzukühlen. Mal gucken wo es dann morgen hin geht. Heute jedenfalls wird nichtmehr viel gemacht, die Sonne schläfert einen schon heftig ein. Noch dazu habe ich mir meinen ganzen Nacken verbrannt und darf also ab sofort nur noch mit Cap rumlaufen…

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