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Another roadtrip

Und dieses Mal ein echt langer! 1196km , mehr als 15h reines Autofahren; von Wanaka, über Haast und Hokitika nach Arthurs Pass, Amberley, Hamner Springs, dann weiter über den Lewis Pass zurück an die Westküste und über Greymouth nach Punakaiki und letztendlich bis Kohaihai. Und zwischendruch natürlich alles Sehenswerte angucken. Ich glaube ich war noch nie so müde vom Autofahren wie heute Abend. Die Nächsten Tage werde ich mein Auto glaube ich noch nicht mal angucken wollen :p Aber man muss ihm lassen, das es sich gut geschlagen hat.

Nicht das mein Auto sowieso schon komplett vollgestopft war, mit 3 Personen und allem Gepäck, nein ich musste mich natürlich mal wieder bequatschen lassen und dementsprechend waren wir sogar 4 Leute mit Gepäck. Es war also recht gemütlich um es mal so zu sagen… Wie auch immer, es hat erstaunlicher Weise alles gepasst und wir sind los. Die Straße nach Arthurs Pass war dann allerdings ein bisschen steiler als ich dachte und die 16% Gefälle haben mein komplett beladenes Auto dann doch ziemlich zum schnaufen gebracht. Aber mein ‚Buddy‘ lässt mich nicht hängen und letztendlich haben wir es doch über den Pass geschafft und konnten gemütlich von Oben die Trucks bemitleiden, die es nicht schneller als 10 kmh geschafft haben. Trotzdem haben sie meinen vollen Respekt, ich hätte nie geglaubt, das solche ‚Monster‘ es diese enge, kurvige und vor allem kurvenreiche Straße hoch schaffen.

 

Den Rest des Tages wollten wir dann das schöne Wetter genießen und mal wieder ein bisschen wandern gehen. Da sich Averlanch Peak wie der Name schon sagt nicht so wirklich gut für den Winter eignet, sind wir einen etwas weniger gefährlichen Bergkamm hoch und wurden mal wieder mit einem super schönen Ausblick belohnt. Den nächsten Morgen haben wir uns dann noch einen Wasserfall und ein anderes Tal angeguckt bevor es wieder zurück ins Auto ging. Stur wie ich bin ging weiter Richtung Osten, da ich nicht die gleiche Straße schon wieder fahren wollte. Sobald wir die Küste in Amberley erreicht hatten ging es wieder zurück Richtung Westen, dieses Mal einen Pass weiter nördlich. Nach einer Nacht Stopp in Hamner Springs, vielen  Pausen und stundenlangem Autofahren sind wir dann endlich wieder an der Westküste gelandet und nach Punakaiki um uns die Pancake Rocks anzugucken. Es hört sich komisch an, ich weiß, aber die Küste sieht dort wirklich aus, als hätte jemand tausende von Pancakes übereinander gestapelt. Anschließend hatte ich, genau wie die beiden Jungs, die Nase komplett voll vom Autofahren, weshalb wir beschlossen haben am nächsten Tag einfach mal komplett Garnichts zu machen. Ich bin ja echt schon viel Auto gefahren seitdem ich hier in Neuseeland bin, aber diese paar Tage haben mich wirklich fertig gemacht. Zum Schluss hätte ich noch nicht mal was dagegen gehabt, einen der Jungs fahren zu lassen, leider hat keiner der beiden einen Führerschein, was die Sache ein bisschen kompliziert. Wie auch immer, ein Tag Pause zwischendurch war sowieso mal wieder nötig und hat mir die Gelegenheit gegeben mal wieder etwas weiter zu planen. So wirklich zum planen bin ich aber auch nicht gekommen, nachdem ich total geschockt festgestellt habe, wie wenig Zeit mir nur noch bleibt.

 

Gestern Morgen sind wir dann alle zusammen noch bis nach Westport, wo Erik dann tschüss gesagt hat und ich zusammen mit Drejc  auf Robben-Suche gegangen bin. Anschließend sind wir hoch nach Karamea. Eigentlich war das gar nicht auf mein Plan, da ich das ja alles aus dem Shuttle, nach dem Heaphy Trek schon gesehen hatte. Ich hätte aber keine bessere Entscheidung treffen können, als nochmal hinzufahren. Nicht umsonst wird von den Oparara Archs gesagt, sie wären Neuseelands best behütetes Naturwunder (zumindest laut Drejc…). Nachdem wir dort also ein bisschen Höhlen erkunden waren sind wir weiter nach Kohaihai, zum Ende des Heaphy Treks um dort die Nacht über zu campen. Ich kann garnicht glauben, dass es schon wieder 4 Monate her ist, dass ich den Heaphy  Trek gemacht habe. Verdammte 4 Monate! Einerseits rennt die Zeit einfach davon, ohne dass ich es überhaupt mitbekomme, andererseits ist so unglaublich viel in der Zwischenzeit passiert, das es genauso gut hätte 4 Jahre her sein können. Es war jedenfalls schon wieder unglaublich schön und wir haben uns wie im Paradies gefühlt.

 

Arthurs Pass

Punakaiki

Oparara Arch

scotts beach

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