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Alte Freunde besuchen

Ich kann garnicht richtig fassen, das ich gerade an dem gleichen Küchentisch sitze, wie vor 10 Monaten und es sich trotzdem so anfühlt, als wäre es erst gestern gewesen. Das soll schon alles gewesen sein aus Neuseeland? Als ich losgeflogen bin , kam mir das Jahr so unendlich lang vor und ich habe mir immer wieder gesagt, was ich heute nicht schaffe kann ich ja immernoch wann anders machen, ich hab schließlich ganz viel Zeit. Von wegen! Noch 5 1/2 Wochen sind übrig geblieben. Auch das hört sich jetzt garnicht so wenig an, aber jedesmal wenn ich versuche mir einen groben Plan zu machen wies denn weiter gehen soll, gebe ich verzweifelt auf, weil ich die Zeit nicht mehr finde, die ich gerne hätte.

Zumindest die zwei wichtigsten Dinge, die noch auf meiner Liste standen kann ich heute abhaken. Jan und Graeme von Jumpabull besuchen und nochmal bei Sally und Maurice vorbei schauen.

Jan und Graeme waren mal wieder mehr als Gastfreundlich ich konnte die letzen 3 Nächte in eigenem Zimmer mit eigenem Bett und vorallem Heizung (!) genießen :) So gut habe ich seit langem nicht mehr geschlafen! Ich sollte mich ja aber eigentlich echt nicht beschweren, so oft wie ich in letzer Zeit in Hostels geschlafen habe, aber es macht doch nochmal einen Unterschied ob man alleine in einem Zimmer schläft oder mit mindestens 4 anderen Personen.

Sie haben mir jedenfalls ziemlich aus der Patsche geholfen, nachdem mein letzter Campingversuch in Masterton kälter ausgegangen ist, als ich dachte... Nachdem ich die ganze Nacht über gefroren habe (und natülich nicht den Mut aufbringen konnte aus meinen Schlafsack zu klättern um mir eine extra Decke zu hohlen...) musst ich am Morgen auch noch frustriert feststellen, das meine Zahnpaste in der Tube gefroren ist! Vonwegen auf der Nordinsel ist es wärmer. Nach aufwärmen der Zahnpasta bin ich dann mal wieder losgestiefelt und habe veruscht wandern zu gehen. Ich werde es wohl nie lernen.... Nachdem ich die erste Hütte erreicht hatte und mich auf dem Weg über den Bergkamm machen wollte musste ich leider mal wieder lernen, dass Neuseeländisches Wetter seine eigenen Regeln hat und da ich ungerne vom eisigen Berg geweht werden wollte musste ich (ach wie vorhersehbar) umdrehen. In der ersten Hütte zu übernachten und zu hoffen das das Wetter am nächsten Tag besser ist war leider auch keine Möglichkeit, da eine ganze Horde Kids sie in Beschlag genommen hatte.

Zumindest konnte ich die Nacht dann gleich bei Jan und Graeme unterkommen. Heute Mittag schaue ich dann kurz bei Sally und Maurice vorbei und dann geht es weiter Richtung Auckland/Northland in der Hoffnung, das ich irgendwo auf dem Weg mein Auto loswerden kann....

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